Donnerstag, 9. Dezember 2021

Was sollen wir mit unserer Firma Cobelplast machen?

Seit Jahren macht der Verpackungsmittelhersteller Verluste. Nur weil wir nichts investieren, überlebt die Firma. Irgendwann sind aber neue Anlagen fällig, auch steigen mit zunehmendem Alter der Maschinen die Instandhaltungskosten. Lange dachte ich, dass das Unternehmen  seine Produkte (wie z.B. Folien zur Herstellung von Kaffeekapseln) zu billig anbietet. Natürlich leidet das mit EUR 35 Mio. Umsatz relativ kleine Unternehmen darunter, dass die Maschinen verhältnismäßig klein und damit ineffizienter sind als die der großen Wettbewerber. Über fehlende Nachfrage kann sich das Unternehmen nicht beschweren; das Unternehmen ist voll ausgelastet. Mittlerweile denke ich, dass wir zu teuer einkaufen. Aufgrund des höheren Ausfallrisikos wegen der vorhandenen Verschuldung beliefern uns die PE und PPE Lieferanten (wenige Großlieferanten) nur zu höheren Preisen.

Der Verkauf des Unternehmens unter Einschaltung eines Unternehmensmaklers kommt für uns derzeit nicht infrage. Wir glauben nicht, dass wir die Kosten der Marktansprache wieder herein spielen.

Hat jemand eine Idee, was wir machen sollen?

2 Kommentare:

  1. Kann die Mutter nicht für die Warenkredite des Verpackungsunternehmen bürgen, das Kreditausfallrisiko für die Großlieferanten damit auf Null drücken und dann die Einkaufspreise neu verhandeln?

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  2. Ja, schwierige Situation.

    Wenn ich mal davon ausgehe, dass in der Fertigung keine großen Einsparungen zu holen sind und das Unternehmen auch wenig Fixkosten hat, dann ist entweder die Wettbewerbsfähigkeit nicht da (dann würde ich versuchen an einen Mitbewerber zu verkaufen) oder es sind tatsächlich die Preise zu niedrig.

    Würde deshalb versuchen, die Preise nach Charakteristik der Produkte und Kunden entsprechend differenziert anzuheben:

    - schlecht bezahlte Teile mehr als gut bezahlte Teile
    - strategisch wichtige Kunden weniger als unwichtige Kunden
    - Kleinserien mehr als Großserien
    - für den Wettbewerb investitionsintensive Produkte mehr als solche, die leicht abgegraben werden können

    Und das eben nicht auf einmal, sondern Kunde für Kunde, um die Reaktionen der Kunden mit berücksichtigen und die eigene Preiserhöhungsmöglichkeit besser einschätzen zu können.

    Im Prinzip ist das aber eine langsame Liquidation. Die defizitärsten Teile werden so lange angehoben, bis sie sich entweder rechnen oder der Kunde den Auftrag abzieht und entsprechend wird dann Personal abgebaut / Maschinen verkauft / Hallenteile vermietet.

    Wünsche viel Erfolg dabei, das richtige Rezept zu finden,
    BastiB

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