Donnerstag, 28. September 2017

BAVARIA Aktien zurückkaufen oder doch Dividende ausschütten?

BAVARIA Industries hat diese Woche 250.000 eigene Aktien zurückgekauft und dafür EUR 14,25 Mio. ausgegeben. Dies entspricht 4,7% unseres derzeitigen Grundkapitals von 5,35 Mio. Für die  verkaufenden Aktionäre bedeutet der Aktienrückkauf die Chance, Stücke außerbörslich abzugeben. Da die durchschnittlichen Tagesumsätze (bei Xetra) sehr niedrig sind, wäre dies über die Börse mühsam. Für die verbliebenen Aktionäre bedeutet der Rückkauf ein Discount von 18% (EUR 13 je Aktie) auf den von uns geschätzten Substanzwert von 70 je Aktie. Dies heißt in der Summe ein Substanzzuwachs von insgesamt 3,25 Mio.

Seit dem Börsengang Anfang 2006 haben wir den Buchwert kumuliert von 25 Mio. auf  372 Mio. Mitte 2017 erhöht - was einer Steigerung von 17,7% pro Jahr entspricht. Zusätzlich haben wir bis heute EUR 100 Mio. in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre überwiesen - abzüglich der Erlöse aus dem Börsengang netto EUR 90 Mio. In 2017 allein haben wir für 16,1 Mio. 5,25% des ausstehenden Grundkapitals zurückgekauft. Damit ist der Buchwert je Aktie von 5,3 auf 73,5 gestiegen - was sogar einer Steigerung von 23,4% pro Jahr entspricht.

Falls Sie als Aktionär übrigens eher an einer Dividende interessiert sind, könnten Sie einfach  5,25% Rendite realisieren, indem Sie diesen Prozentsatz Ihrer Aktien verkaufen – Ihr Anteil am Unternehmen bliebe dann der gleiche wie zu Anfang 2017.  

1 Kommentar:

  1. Ihre Herleitung stimmt sicherlich allgemein, trifft jedoch auf die Bavaria nur bedingt zu.
    Durch die starke Verknappung des free floats wird die Aktie für viele Investoren unattraktiv. Ein echter Handel, der auch wieder einen späteren Verkauf (nicht nur an Vavaria) zulässt, fehlt. Somit fehlt qualifizierte Nachfrage, um den Aktienkurs ausreichend nach oben zu bewegen (über den Kurswert, den Bavaria als richtigen betrachtet). Wie man an den Rückkaufvolumina sieht, ist Bavaria selbst bei weitem der größte Käufer / Nachfrager und es fehlt völlig an Alternativen.
    Aktuell kann man daher auch nicht zum "fairen" Wert von 70,- verkaufen, sondern nur zu einem großen Abschlag.
    Wie hoch der free float sein sollte, ist die Gretchenfrage. 20% -25,1% echter FF (ohne großer Halter wie Hr Schmidt) scheint sinnvoll zu sein.
    Vielleicht eine kleine Anregung.

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