Dienstag, 2. März 2021

BAVARIA's Ergebnis 2020. Und was haben die letzten fünf Jahre an Rendite gebracht?

Ende 2020 hatten wir knapp EUR 269 Mio. in Aktien investiert - rund 70% unseres Vermögens von EUR 386 Mio. Wir investierten in 2020 EUR 6 Mio. in Aktienrückkäufe und steigerten damit den Wert je Aktie für unsere verbliebenen Aktionäre um 2,6%. Wir schnitten schlechter ab als der DAX, der sich in 2020 um 3,5% erhöhte. Die durchschnittlichen Aktienkurse der DAX Unternehmen stiegen dabei in 2020 um 1,1%, während die steuerfreie Wiederanlage der Dividende 2,4% ausmachte.

 

                                          

Die Covid bedingte Abwertung unseres Beteiligungsportfolios um EUR 10 Mio. hat uns 2,5% Rendite gekostet.

Unsere wesentlichen Aktienpositionen sind mit 13% deutlich stärker gestiegen als der DAX. Dies spricht einmal mehr dafür,  das Portfolio auf die besten Ideen zu konzentrieren und sich nicht mit zu vielen Investments zu verzetteln. Mittlerweile machen unsere besten neun Ideen immerhin 2/3 des Aktienportfolios aus. Den stärksten Wertanstieg erzielten wir mit unserm neuseeländischen Altenheimbetreiber Summerset Group sowie unsern beiden Finanzdienstleistern TCS Group und Grupo Catalana. Hinter letzterer verbirgt sich der führende Kreditversicherer Atradius. Erfreulich ist außerdem, dass unser indisches Portfolio stark aufgeholt hat, nachdem es in der Vergangenheit deutlich negativ war. Die Wertschwankungen in einem Entwicklungsland wie Indien sind naturgemäß viel stärker als in den entwickelten Märkten.

In den letzten fünf Jahren stieg unser Unternehmenswert je Aktie um 26% (4,7% p.a.), während sich der DAX um 28%  (5,1% p.a.) erhöhte. In den 10 Jahren seit unserm Börsengang Anfang 2006  hat sich der Wert je BAVARIA Aktie um fast 20% p.a.  erhöht. Welches sind die Gründe für die nachlassende Performance? 

1. Unsere hohe Barquote von rund 18% in den fünf Jahren wirkte sich negativ auf die Rendite aus.

2. Wir erzielten keinen Wertzuwachs mit unsern Beteiligungen. Die Realisierungen blieben unter dem per Ende 2015 geschätzten Wert von EUR 216 Mio. Wir haben bei  der Portfoliobewertung die Nebenkosten des Verkaufs wie Steuern oder Auszahlungen aus Garantien (z.B. für Steuern oder Patente) unterschätzt.

3. In den letzten fünf Jahren konnten wir lediglich zwei Neubeteiligungen erwerben, die bis heute keine Wertsteigerung hatten.

Im Saldo blieb unsere Aktienquote in den letzten fünf Jahren unter 50%. Mit unsern Investitionen in Aktien allein haben wir den DAX um ca. das Doppelte geschlagen. Wir gehen davon aus, dass wir künftig wieder mehr private Transaktionen machen werden und dass der gestiegene Aktienanteil sich positiv auf unsere Gesamtperformance auswirken wird.


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