Dienstag, 9. März 2021

Ein Cloudanbieter, ein Ölproduzent und ein Bürovermieter als interessante Wachstumsaktien

Wir haben ca. EUR 7 Mio. (2,5x Geld) in Cartrack Holdings investiert, ein profitables "Software As A Service" Unternehmen. Die südafrikanische Firma wuchs in den letzten 5 Jahren (in EURO) 18 % p.a. Die Dividendenrendite von 2,7 % entspricht in etwa dem freien Cash Flow des Unternehmens (3,1 %). Die  Free Cash Flow Marge ist 30 % - die Aktie ist mit dem 10-fachen des Umsatzes wohl fair bewertet. Cartrack verkauft Sensoren und hilft Unternehmen beim Flottenmanagement. Das Unternehmen gilt als einer der Marktführer und bereitet gerade ein Listing  an der Nasdaq vor. Der internationale Umsatz beträgt 25 %; die beiden  Geschäftsführer halten derzeit 80 % der Anteile.

Ähnlich hoch ist unser Anteil in Lundin Energy (+35 %), einem kostengünstigen Ölproduzenten (3 USD per BOE) mit Anteilen an norwegischen Feldern. Lundin investiert stark und erwirbt regelmäßig Anteile an weiteren Feldern. Der Umsatz wuchs in den letzten fünf Jahren um 35 % p.a. Der freie Cash Flow liegt bei 8% und die Dividendenrendite beträgt immerhin 5,3 %. Das Unternehmen wurde von der Lundin Familie gegründet, die immer noch einen Anteil von 33 % hält.  Die Gesellschaft  investiert sehr effizient, mit einem ROCE von über 30 % (gemäß Capital IQ) bzw. 90 % (unsere eigene Rechenweise). Die hohe Steuerlast von 75 % ist ein guter Ergebnispuffer und die Umweltauflagen für den norwegischen Produzenten sind weltweit mit am höchsten.  

Hinter unserem EUR 6 Mio. Investment (+44 %) IWG PLC verbirgt sich der weltweit führende Büroraumvermieter mit Regus als bekanntester Marke.  Wir glauben, dass sich der Trend nach variablen Büroräumen - von Wework popularisiert - durch die COVID Epidemie noch verstärken wird. Insbesondere in den günstigeren B und C Lagen. Der Geschäftsführer Mark Dixon hält 28 % der Geschäftsanteile: wir investieren hauptsächlich in inhabergeführte Firma, die ähnlich wie wir selbst denken. Die Nettoschulden von EUR 8 Mrd. (dem 7 fachen des geschätzten EBITDA's für 2020) sind "ringfenced". Das Unternehmen hat sich durch zwei Kapitalerhöhungen die Chance gesichert, von der Krise im Büroraumbereich zu profitieren. IWG plant den weiteren Verkauf eigener Büroimmobilien an Franchise Nehmer, um zukünftig eher Asset-light weiterzuwachsen. Der Umsatz wuchs in den letzten fünf Jahren 8% p.a. und der Buchwert je Aktie 12 %. Das Unternehmen notiert derzeit mit dem 3,5-fachen des Buchwerts eher teuer. 





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Darf der Deutsche Staat Schulden machen?

Sparen klingt besser, als Schuldenmachen? Auch die  deutschen Politiker fordern nach den Covid bedingten Mehrausgaben der letzten Monate ein...