Montag, 16. April 2018
Was ist eine Aktie wert?
Donnerstag, 12. April 2018
Wie kam es zu der Gründung der BAVARIA?
Vor
dem Erfolg steht der Misserfolg. Zwei Jahre hindurch habe ich vergeblich
versucht, von zu Hause aus eine Firma zu kaufen. Davor hatte ich achtmal
den Job gewechselt, die Hälfte davon nicht ganz freiwillig. Dabei war ich immer
auf der Suche nach meinem Platz im Leben. Der erste Durchbruch kam mit 33
Jahren, nachdem ich das "Awaken the Giant within" von Tony Robbins
gelesen hatte. Die dort dargestellte Technik des NLP (sich selbst auf Erfolg zu
programmieren) gab mir den Mut, mich gleich als Geschäftsführer bei einem
IT-Dienstleister zu bewerben, der 1998 den Börsengang plante. Obwohl ich weder
Führungserfahrung hatte, noch jemals in meinem Leben befördert worden war. Die
Euphorie des Börsenganges verflog nach kurzer Zeit wieder, zu mühsam waren die
Integration und das Management der vielen Akquisitionen, die wir dann
probierten. Nach dem Rausschmiss und dem weiteren Misserfolg in einer zweiten
IT-Firma dann der Versuch, ein eigenes Unternehmen (natürlich mit dem Geld
anderer) zu kaufen. Die schmerzhafte Erfahrung, die viele machen, blieb mir
dabei leider auch nicht erspart. Ohne sich mit einem richtigen Konzept und
systematisch auf die Suche zu machen, reichen zwei Jahre in der Regel nicht, um
eine Firma zu kaufen. Letztlich ist jeder Deal ein Spiel mit sehr geringer
Abschlusswahrscheinlichkeit.
Dann
die Neuausrichtung: ich beschloss, mit Leuten zu sprechen, die
tatsächlich ein eigenes Unternehmen erworben haben. Das führte zu einigen
interessanten Telefonaten und Treffen mit ehemaligen Mitkommilitonen meiner
alten Uni. Letztlich hatten die meisten mehr oder weniger Glück gehabt, indem
ihnen zum Beispiel der eigene Arbeitgeber die Übernahme der Firma nahegelegt
hatte. Nur einer zeichnete sich als Serienakquisiteur aus. Ich beschloss, mehr
oder weniger unentgeltlich bei ihm anzuheuern. Dabei habe ich ihm prompt nach
nur vier Monaten ein Unternehmen gekauft! Für einen Euro. Das war der Schlüssel
zum Erfolg: nicht das profitable, fehlerfreie Unternehmen, sondern die Krücke,
die man loswerden will.
Da für eine kleine, profitable Firma im Durchschnitt nicht mehr als das Achtfache des Nachsteuer-Ergebnisses gezahlt wird, hat der Besitzer immer die Möglichkeit, mit dem Verkauf doch noch ein Jahr länger zu warten. Die Rendite auf das (nicht eingenommene) Kapital beträgt immerhin 13 %. Immer noch attraktiver als die Festgeldanlage. Macht das Unternehmen dagegen Verluste und benötigt weiteres Geld, ist der Abgabedruck viel größer. Hinzu kommt der "Schrottflinten-Ansatz" nicht ein Unternehmen anschauen, sondern viele gleichzeitig. Systematisch einen möglichst großen "Sales Funnel" aufbauen und dann gnadenlos aussortieren; unverschämt niedrige Angebote mit zeitlicher Befristung versehen und nur hinfahren, wenn dann trotzdem noch ein Interesse an der Transaktion besteht. Ich überzeugte einen Freund mitzumachen. Im ersten Jahr unserer Tätigkeit gelang uns bereits der Erwerb von vier Unternehmen für einen Euro, im zweiten Jahr kamen vier weitere dazu! Mit der Zeit stellten sich dann erste Sanierungserfolge ein, auch wenn Pleiten natürlich nicht ausblieben...
Sonntag, 18. März 2018
Die Kunst des 1 Euro Deals...
Die Due Diligence hilft, die eigene Seriosität zu unterstreichen, ohne es dabei aber dem Verkäufer zu schwer zu machen (d.h. 10 gezielte Fragen statt 100). Jedes Problem dient dabei als Argument, den Kaufpreis zu verringern, statt den Deal abzusagen! Die Due Diligence (Managementpräsentation, Vor-Ort-Besichtigung und Besuch des elektronischen Datenraums) sollte sich hauptsächlich mit dem Auftragsbestand, den künftigen Einnahmen daraus und dem zukünftigen Cash Flow befassen. Auch um mehr Munition für den Business Plan zu sammeln und um diesen glaubhafter vertreten zu können. Eine Prüfung z.B. der Chain of Titles ist dagegen in der Regel bei Konzernen überflüssig. Die Betrugswahrscheinlichkeit ist übrigens bei Sanierungsreifen Firmen deutlich höher als bei gesunden Unternehmen. Wir haben beim Kauf aus privater Hand oder von selber verlustmachenden Konzernen eher schlechte Erfahrungen gesammelt. Eine Verschleppung der Insolvenz oder das "Verschwinden lassen" von Rechnungen in der Schublade sind für den eigentümergeführten Betrieb in der Krise eine große Versuchung. Mehr dazu unter "Wie kaufe ich meine erste Firma".
Montag, 12. März 2018
Welche Aktie ist attraktiver?
| Aktie A | Aktie B | |||
| P/E (Last 12 M=LTM) | 26 | 31 | ||
| TEV/EBIT (LTM) | 19 | 22 | ||
| Net Income Margin | 9% | 24% | ||
| Return on Assets (ROA) | 3% | 13% | ||
| Return on Equity (ROE) | 13% | 17% | ||
| Sales Growth last 5 years | 3% | 19% |
| Aktie A | Aktie B | |||
| Net Debt/Equity | 63% | -64% | ||
| Dividend Yield | 1,8% | 0% | ||
| Book Value growth last 5 years | 5% | 17% | ||
| EPS Growth last 5 years | 4% | 17% |
Dienstag, 6. März 2018
In Indien Aktien kaufen?
Mittwoch, 7. Februar 2018
Was waren unsere größten Wertpapierpositionen in 2017 und wie haben wir damit abgeschnitten?
Ryman Healthcare und Summerset Group Holdings (in die wir Ende des Jahres zu rund EUR 7,7 Mio. investiert waren) sind zwei Altenheimbetreiber aus Neuseeland. Das Geschäftsmodell zeichnet sich durch hohe Zuwachsraten im Buchwert aus (20% p.a.) bei einer Dividendenrendite von ca. 1,5%. Kapitalerhöhungen sind keine notwendig und der Verschuldungsgrad ist gering. Ermöglicht wird dies durch die Generierung von Float, der mittlerweile fast die Höhe des Eigenkapitals erreicht hat. Dieser entsteht dadurch, das ein Nutzungsrecht für die Wohnungen verkauft wird. Die Pensionäre haben den Vorteil, das sie nahtlos vom unbetreuten Wohnen bis hin zu einer Intensivbetreuung im Demenzfall alle Leistungen in den Wohndörfern erhalten. Da die Dörfer den Pensionären viel bieten in Form von Veranstaltungen und verschiedenen Restaurantangeboten ist die Kundenzufriedenheit groß - die Wartezeiten sind entsprechend lang. Der Altenheimbetreiber kann die Wohnrechte nach sieben Jahren erneut verkaufen und profitiert zu dem von der in der Zwischenzeit eingetretenen Wertsteigerung der Immobilien. Der Anteil der Bevölkerung über 75, die den Großteil der Bewohner ausmachen, wird sich in den kommenden Jahren verdoppeln. Das Angebot an Wohndörfern bleibt knapp, obwohl beide Anbieter neue Dörfer bauen (Ryman sogar in Australien) und sich entsprechende Grundstücke für die nächsten 5 Jahren bereits gesichert haben. Wir halten ein solches Engagement für wesentlich leichter zu beurteilen, als beispielsweise die Frage, ob in 10 Jahren noch Autos mit Verbrennungsmotor verkauft werden und die deutschen Automobilbauer in dieser Form und Größe noch existieren werden.
Dienstag, 16. Januar 2018
15 Jahre BAVARIA - was haben wir mit den einzelnen Übernahmen verdient?
Donnerstag, 11. Januar 2018
Wie Denkhilfen das Leben erleichtern...
Montag, 11. Dezember 2017
Wenn etwas umsonst ist, bist Du die Ware!
Auch richtiges Erkennen nimmt ab, man lernt nur dann etwas, wenn man auf Widersprüche in der Wahrnehmung trifft. Diese zwingen einen dazu, kritisch eigene Glaubenssätze infrage zu stellen. Lernen findet ohne diese Dissonanzen weniger statt. Vermeintliche eigene Willensbildung wird immer mehr durch Algorithmen ersetzt, die aufgrund der eigenen „Click-Historie“, die meistbietend in Sekundenbruchteilen versteigert wird, uns mundgerecht Meinungen und Werbungen serviert. Bucht man z.B. die Reise auf dem Portal nicht, wird die Suche an Click Aggregatoren (wie z.B. Acxiom oder Criteo) weiterverkauft. Kauf- und Wahlentscheidungen werden clever durch “Nudging” bestimmt. Das heißt, man wird schrittweise ganz allmählich an eine Entscheidung oder politische Einstellung gewöhnt. Wie das geht, zeigt Caldini in seinem sehr empfehlenswerten Buch, "The pychology of persuasion, am Beispiel amerikanischer Kriegsgefangener in Vietnam.
Das heißt zum Beispiel in den Philippinen, dass es dort mittlerweile kein Tabu mehr ist, bestimmte Personen zu töten. Für die Mehrheit der Bürger ist es in Ordnung, wenn Drogenverdächtige auf der offenen Straße erschossen werden (in den letzten 12 Monaten mehr als 10.000) oder der Staatspräsident Duterte sich mit den eigenen Morden im Fernsehen brüstet. Duterte hat wahrscheinlich die Wahl durch die clevere Nutzung von Facebook gewonnen. Er ist durch Vertreter von Facebook selbst in die Nutzung eingeführt worden, die dadurch mehr Werbegeld verdienen wollten. So wird es in den US immer mehr ok, seinen Reichtum ungeniert und auf Kosten zukünftiger Generationen zu steigern, z.B. durch Steuersenkungen für Mehrverdiener und Steuerfreiheit von Schachtelbeteiligungen, die nicht gegenfinanziert sind. Die zu erwartende Inflation wird hauptsächlich die Geringverdiener treffen.
Freitag, 8. Dezember 2017
If you do not know the fool in the transaction it is possible you!
Wie investieren wir momentan unser Geld?
Der Blog Besser Investieren zieht um:
https://reimarscholz.substack.com/
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https://reimarscholz.substack.com/
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Wenn wir ein Unternehmen praktisch „geschenkt“ bekommen, droht oft schon bald die Pleite – vor allem, wenn wir nichts ändern und die alte Ge...